Die Faustregel pro Raum

Zu wenige Kartons stoppen dich mitten im Packen. Zu viele kosten unnötig Geld. Die Lösung ist eine einfache Faustregel pro Raum.

Denn nicht jeder Raum ist gleich voll. Eine Küche steckt voller Geschirr, Töpfe und Vorräte. Ein Schlafzimmer enthält dagegen vor allem große Möbel und Textilien. Deshalb rechnet unsere Faustregel jeden Raumtyp anders:

RaumFaustregel
Küche1 Karton pro m²
Wohnzimmer und Arbeitszimmerrund 0,67 Kartons pro m²
Schlafzimmer, Keller und Sonstiges0,5 Kartons pro m²
Badezimmerpauschal 3 Kartons
Flurpauschal 2 Kartons

Faustregel-Werte aus dem Umzug AI Kartonrechner, Stand Juli 2026.

Bad und Flur bekommen Pauschalwerte. Ihre Fläche sagt wenig über den Inhalt aus. Ein kleines Bad enthält trotzdem Handtücher, Kosmetik und den Inhalt des Spiegelschranks. Drei Kartons passen dafür fast immer.

Wichtig beim Rechnen: Runde immer auf. Ein halb leerer Karton ist besser als ein fehlender. Bücherregale, Sammlungen und volle Keller brauchen eher mehr als die Faustregel.

Beispiel: die 80-m²-Wohnung

Rechnen wir eine typische 3-Zimmer-Wohnung mit rund 80 Quadratmetern durch. So sieht die Rechnung Raum für Raum aus:

RaumFlächeKartons
Wohnzimmer25 m²17
Schlafzimmer15 m²8
Küche10 m²10
Badezimmerpauschal3
Flurpauschal2
Gesamt40 Kartons

Beispielrechnung mit den Faustregel-Werten von oben, aufgerundet.

Zum Nachvollziehen: Das Wohnzimmer ergibt 25 mal 0,67, also aufgerundet 17 Kartons. Das Schlafzimmer ergibt 15 mal 0,5, aufgerundet 8 Kartons. Die Küche liefert mit einem Karton pro Quadratmeter genau 10. Bad und Flur kommen pauschal mit 3 und 2 dazu. Macht zusammen 40 Kartons.

Auffällig: Die kleine Küche braucht fast so viele Kartons wie das Wohnzimmer. Genau deshalb lohnt sich die Rechnung pro Raum. Wer nur nach Gesamtfläche schätzt, hat am Packtag zu wenig.

Du willst es für deine Wohnung genau wissen? Der Kartonrechner rechnet deine Räume in Sekunden durch.

Packtipps: So kommt alles heil an

Die richtige Kartonzahl ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist richtiges Packen. Diese Regeln haben sich bewährt:

  • Bücher gehören in kleine Kartons. Ein großer Bücherkarton wird schnell untragbar schwer.
  • Maximal 20 Kilogramm pro Karton. Mehr hält weder der Boden noch dein Rücken aus.
  • Schweres nach unten, Leichtes nach oben. Das gilt im Karton und beim Stapeln.
  • Beschrifte jeden Karton mit Raum und Inhalt. Schreibe seitlich, nicht nur auf den Deckel.
  • Markiere Zerbrechliches deutlich. Ein dickes „Glas!” verhindert böse Überraschungen.
  • Packe Kartons ganz voll. Halb leere Kartons knicken beim Stapeln ein.
  • Packe einen Erste-Nacht-Karton. Bettwäsche, Ladekabel, Kaffee und Werkzeug kommen zuletzt hinein.

Fülle Lücken mit Handtüchern oder Zeitungspapier auf. So verrutscht beim Transport nichts. Teller transportierst du am besten senkrecht wie Schallplatten. So brechen sie deutlich seltener.

Welche Kartongröße wofür?

Neben der Anzahl zählt auch die richtige Größe. Gängige Umzugskartons fassen 50 bis 70 Liter. Das passt für Geschirr, Deko und die meisten Haushaltssachen. Drei Spezialfälle lohnen sich trotzdem:

  • Bücherkartons sind kleiner und bleiben voll gepackt tragbar.
  • Kleiderkartons haben eine Stange für Hemden, Blusen und Kleider. Deine Garderobe zieht damit knitterfrei um.
  • Gläserkartons haben Facheinteilungen für Gläser und Flaschen.

Für einen normalen Haushalt reichen meist Standardkartons plus wenige Spezialkartons. Kaufe möglichst einheitliche Größen. Gleiche Kartons lassen sich deutlich stabiler stapeln. Sperrige Dinge wie Lampen brauchen gar keine Kartons. Wickle sie in Decken und transportiere sie einzeln. Kleidung aus dem Schrank wandert direkt in die Kleiderkartons. Das spart Zeit beim Ein- und Auspacken.

Was kosten Umzugskartons?

Neue Umzugskartons kosten im Sparpack etwa 1,50 Euro pro Stück. Ein 25er-Pack liegt bei rund 38 Euro. Für unsere 40 Beispiel-Kartons zahlst du also rund 61 Euro. Ein bewährtes Sparpack findest du zum Beispiel auf Amazon*.

Achte beim Kauf auf doppelwellige Pappe. Sie trägt mehr Gewicht und übersteht auch einen zweiten Umzug. Billige einwellige Kartons reißen gern am Griff aus.

Gebrauchte Kartons sind die Sparvariante. Über Kleinanzeigen bekommst du sie oft geschenkt. Auch Supermärkte geben stabile Kartons kostenlos ab. Prüfe gebrauchte Kartons aber auf Feuchtigkeit und weiche Stellen.

Die Kartons sind nur ein Posten deines Umzugsbudgets. Was der ganze Umzug kostet, zeigt dir unsere Beispielrechnung zu den Umzugskosten. Und damit du rechtzeitig mit dem Packen beginnst, hilft die Umzugscheckliste.

Kurz zusammengefasst

Rechne deine Kartons pro Raum, nicht pauschal. Küchen brauchen einen Karton pro Quadratmeter, Wohnräume rund 0,67. Schlafzimmer und Keller kommen mit der Hälfte aus. Eine 80-m²-Wohnung landet so bei rund 40 Kartons. Packe maximal 20 Kilogramm ein und beschrifte jeden Karton.

Die Umzug AI App plant neben den Kartons auch alle Fristen für dich. Deine persönliche Checkliste steht in 2 Minuten. Dein erster Umzug ist kostenlos.